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Talent-Relationship-Management – Jagd nach High Potentials

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Das Talent-Relationship-Managment (TRM) fungiert als Bindeglied zwischen dem HR-Marketing und dem Recruiting. Damit es erfolgreich durchgeführt werden kann ist es wichtig, dass es fest in die Unternehmensstrategie integriert ist. Auf den ersten Blick erscheint eine Definition, wie „getting the right people with the right skills into the right jobs“ naheliegend. Da dies eher grundlegende Aufgaben der Personalbeschaffung und der Personaleinsatzplanung sind, gehört zum TRM mehr als nur die Besetzung der richtigen Position mit den idealen Mitarbeitern. TRM bildet vielmehr die Gesamtheit aller personalpolitischen Maßnahmen. Unter Einbeziehung der Erkennung, Nutzung und Weiterentwicklung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen wird sichergestellt, dass kritische Rollen langfristig besetzt werden. TRM ist ein Zusammenspiel verschiedener personalpolitischer Aspekte. Es beinhaltet sowohl die Personalbeschaffung, wobei vor allem Personalmarketingmaßnahmen im Mittelpunkt stehen als auch Aspekte der Personalentwicklung.

TRM hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders während Krisen und in der Zeit der Verknappung an Fach- und Führungskräften, infolge des demografischen Wandels, machen talentierte Mitarbeiter den Wert eines Unternehmens aus. Sie stehen mit ihrem Wissen und ihren Eigenschaften als Schlüssel, für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. TRM ist ein Instrument zur Identifizierung, Förderung und Bindung von Mitarbeitern und potentiellen Mitarbeitern.

Doch warum sollte ein Unternehmen ein TRM einführen? Es bringt eine Menge Vorteile. Durch das TRM ist ein Unternehmen in der Lage für Nachwuchssicherung zu sorgen. Es besteht die Möglichkeit die besten Kandidaten zu gewinnen, die ein Unternehmen benötigt. Dabei handelt es sich häufig um Bewerber, die eine hohe Lernfähigkeit aufweisen, die sich an die schnell wechselnden Bedingungen des Marktes anpassen können und die viel Eigeninitiative zeigen. Das TRM verhindert, talentierte Kandidaten zu verlieren und ermöglicht dem Unternehmen, einen Talentpool für zukünftige Führungskräfte und Experten aufzubauen. Es steigert die Motivation von gewonnenen Kandidaten durch individuelle Karrierepfade und erhöht somit das Engagement und die Loyalität gegenüber dem Unternehmen. Aufgrund der Nutzung einer Talentpool-Datenbank, reduzieren sich die Rekrutierungskosten. Nicht zuletzt wird durch ein gut geführtes TRM das innere und äußere Networking vorangetrieben, was viele neue und interessante Kontakte ermöglicht.

Wichtig ist, dass das Unternehmen die möglichen Kandidaten klassifiziert und in Gruppen unterteilt. Die Unterteilung könnte in die fünf folgenden Gruppen erfolgen:

  1. Mögliche Kandidaten, die noch nie in dem Unternehmen gearbeitet haben. Dazu zählen talentierte Studenten, Absolventen, Doktoranten und andere Arbeitssuchende.
  2. Potenzielle Kandidaten, die schon in Kontakt mit dem Unternehmen getreten sind und einen positiven Eindruck hinterlassen haben, wie z. B. Praktikanten, Auszubildende oder Diplomanden.
  3. Talentierte Bewerber die sich schon bei der Firma beworben haben, aber für welche zurzeit keine verfügbare Stelle vorhanden ist. Diese verbleiben im Talentpool bis eine geeignete Stelle gefunden wird.
  4. Darüber hinaus könnten die Unternehmen auch ehemalige Mitarbeiter berücksichtigen, die im Verlauf ihrer Karriere einen anderen Weg gewählt haben.
  5. Schließlich sollten die Firmen nicht vergessen, die derzeitig angestellten Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Wichtig ist, dass sich das TRM an der Unternehmensstrategie ausrichtet, damit es nachhaltig genutzt werden kann. Wird die Talententwicklung dementsprechend durchgeführt, wächst sie gemeinsam mit dem Unternehmen. Somit sind die durch das Unternehmen gesteckten Ziele erreichbar.

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