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Recruiting 2.0 – Im Meer der Netzwerke

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Bevor sich ein KMU auf die Social Media Plattform begibt sollte es sich im Klaren sein, welches Netzwerk sinnvoll ist. Welche Zielgruppe soll erreicht werden? Wie erreiche ich diese? Diese Fragen spielen im Zusammenhang mit der Wahl der richtigen Netzwerke eine entscheidende Rolle. Denn es gibt nicht nur ein allumfassendes Netzwerk. Sondern man bewegt sich zwischen den sozialen Massennetzwerken (Facebook, Studivz, etc.) und den speziellen Karrierenetzwerken (Xing, LinkedIn, etc.). Als zusätzliche Alternative zu den sozialen Netzwerken und Karrierenetzwerken bieten diverse Internetstellenbörsen ihre Dienste an. Diese lassen sich ebenfalls in generelle Jobbörsen (Monster, Stepstone, etc.) und Nischenjobbörsen (MyHammer, LogistikJob24, etc.) unterteilen. Möchte ein Unternehmen gezielt mit einer bestimmten Bewerbergruppe kommunizieren, ist es notwendig zu wissen, welche Interessen dieses Kollektiv besitzt und wo es sich nach Informationen umschaut.

Hierfür hat die Studie „bewerbungspraxis 2011“, welche durch das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS), der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der Monster Worldwide Deutschland GmbH durchgeführt wurde, eine Aufstellung sowohl nach der aktiven und passiven Stellen- und Informationssuche als auch nach den unterschiedlichen Branchen vorgenommen.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass im Jahr 2010 deutlich über die Hälfte der Befragten (66,8 Prozent) einen Arbeitgeber in den generellen Stellenbörsen gesucht haben. Unternehmens-Webseiten (38,1 Prozent) und Nischen-Internet-Stellenbörsen (37,5 Prozent) teilen sich die Plätze zwei und drei, als Top-Informationskanäle. Karrierenetzwerke (29,3 Prozent) und Printmedien (28,4 Prozent) wurden nicht ganz so häufig frequentiert, halten aber dennoch den Anschluss. Deutlich schlechter gestellt sind hingegen soziale Netzwerkplattformen. Auf diese Informationsquelle griffen nur 7,1 Prozent der Befragten zurück. Das Microblogging-Netzwerk Twitter (2,1 Prozent) landet nur auf dem drittletzten Platz und findet somit wenig Beachtung unter der allgemeinen Bewerberschar.

Bei der passiven Suche ist deutlich zu erkennen, dass die Befragten primär die Internetstellenbörsen (74,2 Prozent) nutzen, um dort ihren Lebenslauf und andere bewerbungsrelevante Daten zu hinterlegen. Im Gegensatz zur aktiven Suche werden Karrierenetzwerke sehr häufig genutzt (63,7 Prozent). Hier hofft das Gros der Studienteilnehmer aktiv durch den Arbeitgeber angesprochen zu werden, um eine mögliche neue Stelle zu finden. Den Lebenslauf in einer Lebenslaufdatenbank von Unternehmen (40,9 Prozent) oder der Arbeitsagentur (38 Porzent) zu hinterlegen, nutzt noch nahezu jeder vierte. Wie bei der aktiven Suche schneiden soziale Netzwerke nur sehr schlecht in der Gunst der Bewerber ab. Diese Möglichkeit der Präsentation nutzen gerade einmal 20,4 Prozent der Studienteilnehmer und verdeutlicht doch eher den Fun-Charakter, die solche Netzwerke prägen.

Abschließend lässt sich sagen, dass egal auf welchem Weg man eine Zielgruppe erreichen möchte, dass richtige Netzwerk einen entscheidenden Einfluss darauf hat die passenden Mitarbeiter zu finden. Denn nur wer die Bedürfnisse seiner Zielgruppe wirklich kennt, ist in der Lage den optimalen Kommunikationsweg zu finden. Dies wiederum ist der Schlüssel zu qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeitern, welche ein KMU nachhaltig stärken soll.

Interessanter Beitrag aus Sicht der KMUs:

Der Wandel von Snail Mail zum e-Recruiting

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