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Mitarbeiterbindung durch Onboarding

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Die Wechselwilligkeit bei Arbeitnehmern, vor allem von Fach- und Führungskräften, ist in Deutschland derzeit sehr hoch. Viele Arbeitnehmer wechseln schon innerhalb der ersten paar Monate. Das liegt in vielen Fällen daran, dass Unternehmen die neuen Mitarbeiter nur ungenügend integrieren. Es gibt zwar mittlerweile in den meisten Firmen spezielle Onboarding Prozesse, aber diese erstrecken sich oftmals nur auf den ersten Arbeitstag.

Das Onboarding fängt schon im Bewerbungsgespräch selbst an und sollte bis mindestens sechs Monate nach der Einstellung andauern. Schon beim Interview sollte man sicher gehen, dass der Bewerber zum Unternehmen passt. Dazu stellt man sie oder ihn am besten den zukünftigen Kollegen vor, damit auch sie sich ein Bild machen können. Durch gezielte Fragen kann man herausfinden, ob die Werte vom Bewerber mit denen des Unternehmens übereinstimmen.

Sobald ein Bewerber ausgewählt wurde, beginnt dann die nächste Phase im Onboarding Prozess. Am ersten Tag sollte dem Mitarbeiter primär sein neuer Arbeitsplatz näher gebracht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Login Daten für den Computer oder die Einführung in bestimmte unternehmensrelevante Programme und Anwendungen. Der neue Mitarbeiter sollte auch den Kollegen persönlich vorgestellt werden. Wichtig ist auch eine Art Begrüßungsgespräch, bei dem direkt die Erwartungen und Ziele dargelegt werden. Diese Ziele sollten möglichst in Absprache mit anderen Mitarbeitern erstellt wurden sein. An dieser Stelle hört es bei vielen Unternehmen allerdings schon auf.

Dabei gibt es noch viele Dinge die man unternehmen kann, um sicher zu stellen das der Arbeitnehmer auch längerfristig gebunden wird. In den folgenden Tagen sollte man versuchen dem Mitarbeiter die Werte und Ziele der Firma zu vermitteln. Es kann auch hilfreich sein die Finanzen und die finanzielle Ziele mit dem neuen Mitarbeiter zu besprechen, damit er besser integriert wird. Man sollte einen Mentor für jeden neuen Arbeitnehmer bestimmen. Dieser kann dann auch die Werte vermitteln und dem Kollegen zeigen wie im Unternehmen gearbeitet wird.

Über die nächsten Wochen und Monate nimmt das Onboarding ein wenig ab, sollte aber nicht vernachlässigt werde. In dieser Zeit sollte man versuchen dem neuen Mitarbeiter auch andere Bereiche des Unternehmens zu zeigen. Das kann zum Beispiel durch übergreifende Aufgaben passieren. Es kann hilfreich sein, Treffen mit anderen neuen Mitarbeitern zu organisieren, damit man sich mit Leute in der gleichen Situation austauschen kann. Unternehmen sollten versuchen auch die Partner in das Arbeitsleben einzubinden, denn wenn diese eine Verbindung zu der Firma aufbauen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Arbeitnehmer von heute auf morgen das Unternehmen verlässt. So eine Entscheidung wird in dem Falle dann von beiden Partnern zusammen getroffen.

Zum Schluss noch ein Wort über die Rolle des Managers. Er muss unbedingt in den Onboarding Prozess integriert werden da er die Hauptbezugsperson des neuen Mitarbeiters ist. Teambuilding Maßnahmen oder Lunches können helfen Manager und Mitarbeiter zusammen zu bringen. Der Manager muss sowohl am formellen als auch am informellen Onboarding Prozess beteiligt sein. Für viele Arbeitnehmer ist die Beziehung zum Vorgesetzten der Knackpunkt wenn es darum geht bei einem Unternehmen zu bleiben oder nicht.

Wird das Onboarding sorgfältig geplant und umgesetzt, dann braucht man sich keine Gedanken mehr machen das neue Mitarbeiter schon nach wenigen Wochen oder Monaten wieder gehen. Ziel sollte es sein, die Angestellten dadurch langfristig an das Unternehmen zu binden.

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